Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe im Land Brandenburg
Auf den folgenden Seite informieren wir über Grundlegendes zum Thema Zahn- und Mundgesundheit sowie über unsere gruppenprophylaktischen Maßnahmen und Aktionen in Kindertagesstätten und Schulen des Landes Brandenburg.
Die Gruppenprophylaxe wird im Land Brandenburg durch die Zahnärztlichen Dienste der Landkreise und kreisfreien Städte umgesetzt. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Zahn- und Mundgesundheit aller Kinder und Jugendlichen des Landes Brandenburg. Sie motivieren in Kindertagesstätten und Schulen zu zahngesundem Verhalten.
Zähneputzen in Kita und Tagespflege
Regelmäßiges Zähneputzen in der Kita unterstützt Kinder dabei, Zahnpflege ganz selbstverständlich in ihren Alltag zu integrieren. Damit das gemeinsame Zähneputzen gut und hygienisch umgesetzt werden kann, sind einige einfache Regeln zu beachten.
Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) und das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn haben dazu Hygieneempfehlungen für das Zähneputzen in Kinder-Gemeinschaftseinrichtungen erarbeitet. Sie geben praktische Orientierung für die Organisation des Zähneputzens im Kita-Alltag.
Tipps für das Zähneputzen in Kita und Tagespflege
- Jedes Kind hat seine eigene Zahnbürste und seinen eigenen Becher.
- Die Zahnputzutensilien sind eindeutig gekennzeichnet.
- Die Zahnpasta wird berührungsfrei ausgegeben.
- Nach dem Zähneputzen wird die Zahnbürste gründlich unter fließendem Wasser ausgespült.
- Die Zahnbürsten werden mit dem Kopf nach oben so aufbewahrt, dass sie gut trocknen können und sich die Bürstenköpfe nicht berühren.
- Die Zahnputzbecher werden einmal wöchentlich in der Spülmaschine bei mindestens 60 °C gereinigt.
- Die Zahnbürsten werden spätestens nach drei Monaten ausgetauscht.
- Nach einer schweren Infektionskrankheit wird die Zahnbürste gewechselt. Auch der Zahnputzbecher sollte dann zusätzlich gereinigt oder ausgetauscht werden.
Kinder lernen das Zähneputzen in Kita und Tagespflege
Beim gemeinsamen Zähneputzen steht das selbstständige Lernen im Mittelpunkt. Jedes Kind putzt entsprechend seinem Entwicklungsstand selbst. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Kinder, erklären, bestärken und machen das Zähneputzen vor.
- Im Waschraum nimmt sich jedes Kind seinen Zahnputzbecher und seine Zahnbürste.
- Für Kinder ab zwei Jahren wird eine erbsengroße Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid verwendet.
- Die Kinder putzen ihre Zähne nach ihrem eigenen Vermögen und Lernstand.
- Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen durch Anleitung, Zahnputzsprüche und ihr Vorbild.
- Nach dem Zähneputzen spucken die Kinder die Zahnpastareste ins Waschbecken und spülen ihre Zahnbürste gründlich unter fließendem Wasser aus.
- Anschließend wird die Zahnbürste an ihrem Platz zum Trocknen aufgestellt.
Tipps zur hygienischen Aufbewahrung der Zahnputzutensilien und zum Zähneputzen haben wir auch auf einer Infokarte zusammengestellt. Kitas und Kindertagespflegestellen können sie über die Zahnärztlichen Dienste erhalten.
Gemeinsam für gesunde Kinderzähne beim AWO-Straßenfest

Am Mittwoch, den 2. September 2026, fand in der Märkischen Zeile in Königs Wusterhausen das AWO-Straßenfest statt. Mit dabei war auch der Zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes des Landkreises Dahme-Spreewald, der auf Einladung der AWO erneut mit einem abwechslungsreichen Angebot rund um Zahn- und Mundgesundheit zum Gelingen des Festes beitrug.
Die gute Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern, dem AWO Bezirksverband Brandenburg Süd e. V. und dem Netzwerk Gesunde Kinder Dahme-Spreewald, hat dabei einen besonderen Stellenwert. Der Zahnärztliche Dienst ist regelmäßig auch bei Angeboten wie dem Schwangerenfrühstück, dem Stillcafé oder dem Brabbeltreff vertreten und bringt das Thema Mundgesundheit frühzeitig und niedrigschwellig zu Familien.
Beim Straßenfest wurde es vor allem für die Kinder ganz praktisch: Gemeinsam mit den Zahnputztieren Helge, Hörnchen, Gregor und Fritzi übten mehr als 140 Kinder spielerisch das richtige Zähneputzen und erfuhren ganz nebenbei, was ihren Zähnen guttut. Alte Zahnbürsten konnten gegen neue eingetauscht werden und am Glücksrad gab es kleine Sachpreise wie Zahnputzuhren zu gewinnen. Die hierfür benötigten Materialien wurden durch die Koordinierungsstelle Brandenburger Gruppenprophylaxe bereit gestellt.
Auch zahlreiche Eltern, Großeltern, AWO-Betreuerinnen und -Betreuer sowie Frühförderkräfte nutzten die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre zu Fragen rund um Mundgesundheit und Zahnpflege beraten zu lassen - kostenlos und direkt vor Ort.
Im Sinne gesundheitlicher Chancengleichheit konnte der Zahnärztliche Dienst des Landkreises Dahme-Spreewald Gesundheitsförderung direkt in die Lebenswelt jener Familien bringen, für die gesundheitliche Angebote im Alltag möglicherweise weniger selbstverständlich zugänglich sind.